Feuersalamander in Spanien zu Ostern

Auf Einladung der Herpetologischen Gesellshaft von Granada besuchten wir (Klaus und Ana) ein Gebiet in den Bergen ca. 80 km südwestlich der Hauptstadt. Die „Sierra“ hat einerseits alpinen Charakter (Felskämme, karge Weiden für Schafe und Ziegen, niederwüchsige Büsche und Bäume), wird andererseits aber landwirtschaftlich genutzt (Getreideanbau), so dass auch hier durch Trockenlegung Lebensraum für Amphibien bedroht ist.

Javier, Octavio und Juan Ramón führten uns zu relativ unscheinbaren Tümpeln am Fusse der Sierra. Diese Wasserlöcher entstehen aufgrund der besonderen geologischen Bedingungen dort. Regenwasser sickert durch das Kalkgestein und sammelt sich am Fusse der Felsen in kleinen oder grösseren Becken. Die Fliesstrecken zwischen den Tümpeln sind stark verwachsen und schwer zugängig.

Die Fauna ist sehr vielfältig (Insekten, Frösche, Kröten, Molche etc.). Unser Ziel war es Salamander oder Salamanderlarven zu finden. In Spanien gibt es neun Unterarten von Feuersalamandern. In diesem Gebiet gibt es nach Aussagen der Herpetologen nur eine Art, Salamandra salamandra longirostris. Nach einigen Versuchen mit einem Fangnetz war Javier tatsächlich erfolgreich und wir konnten eine ca. 6-7 cm lange Larve bewundern. Sie war voll entwickelt , hatte keine Kiemenbüschel mehr, und deshalb glauben wir, dass sie im Begriff war das Wasser zu verlassen. Wir waren überrascht über die Grösse, obwohl wir wissen , dass die Spanischen Salamander grösser sind wie die bei uns in Österreich.

Natürlich wurde der Fund von allen Seiten fotografiert und dann wieder zurück gesetzt.

Beim Versuch an anderen Stellen fündig zu werden, wurden wir von einer ungewöhnlichen Wolken- und Nebelwand überrascht.

Wir bedanken uns bei unseren neuen Freunden und wir freuen uns auf eine zukünftige Zusammenarbeit!!

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