Gefährdung


Feuersalamander werden sehr häufig als ein paar Millimeter dünne Exemplare gesichtet – überfahren auf Straßen oder Forstwegen. Sie überqueren diese Strassen meistens in regnerischen Nächten, wenn sie von ihrem Landlebensraum zum Laichgewässer (Bäche, Quellen) wandern. Auch im Herbst oder Frühling, wenn sie vom Sommer- zum Winterquartier oder umgekehrt wandern, werden sie oft auf Straßen getötet. Solche Straßen sind dann regelrecht von Salamanderleichen gepflastert. Wenn ihr Straßen kennt, die durch einen Mischwald führen, in dem Feuersalamander leben (oder leben könnten), fahrt vorsichtig (<30 km/h!) und stellt, wenn irgendwie möglich, ein Straßenschild auf, das Autofahrer auf querende Salamander aufmerksam macht!!!

Die momentane Gefährdung des Feuersalamanders in Europa ist niedrig, aber er ist auf der Liste der gefährdeten Arten in Österreich und Deutschland. Die Bestände des Feuersalamanders gehen regional zurück, weil sie von Lebensräumen abhängig sind, die immer seltener werden. Beim Feuersalamander sind das Habitate, die viel Holz, Verstecke und Dickicht beinhalten und außerdem mit kleinen Gewässern durchzogen sind. Wie viele andere Amphibien leidet der Feuersalamander unter der schwerwiegenden Zerstörung seines Lebensraums, hervorgerufen durch moderne Landwirtschaft, Trockenlegung von Feuchtflächen, Straßenbau und Flussregulierungen in Folge von Wasserkraftwerksbauten. Der Feuersalamander ist auf der Roten Liste der Amphibien und Reptilien in Österreich, klassifiziert als potentiell gefährdet (NT), und auf der Roten Liste der Amphibien und Reptilien in Salzburg, klassifiziert als verwundbar (VU). Auf europäischer Ebene ist der Feuersalamander nach Artikel III der Berner Konvention “Convention on the conservation of European wildlife and natural habitats (Bern, 19.9.1979)” geschützt. Feuersalamander dürfen daher, wie alle anderen Amphibien- und Reptilienarten, nicht berührt oder in irgendeiner Art in ihrer Lebensweise gestört werden! Am besten ist es, diese wunderschönen Tieren einfach nur zu beobachten, den besonderen Moment zu geniessen und ganz vorsichtig ein Foto zu machen.

Während der letzten 50 Jahre wurden Quellen und Bäche sehr stark zerstört. Viele Bäche wurden durch landwirtschaftliche Eingriffe oder den Bau von Wasserkraftwerken trockengelegt oder verbaut. Dadurch gab es einen starken Rückgang der Feuersalamander während der letzten 40-50 Jahre.

Folgende Schutzmaßnahmen sind sehr wichtig und unumgänglich für das Überleben des Feuersalamanders:

• Der Erhalt von Mikrohabitaten, wie Löcher unter Bäumen, Höhlen und Steinspalten in Wäldern, als Sommer- und Winterlebensräume!
• Der Schutz von existierenden Laichgewässern und der Wiederaufbau von bereits verschwundenen Laichgewässern!
• Das Verschwinden von Laub- und Mischwäldern, welche in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr von Monokulturwäldern (Nadelbäume) verdrängt wurden, muss gestoppt werden!
• Vorübergehende Sperrung von Forstwegen für jede Art von Verkehrsmittel während der Zeit der Wanderungen der Salamanderweibchen zu ihren Laichgewässern im Frühling!
• Kurz gesagt: der Wiederaufbau von zerstörten Habitaten und der Erhalt von noch existierenden Habitaten von Feuersalamandern!

Hier gehts zur Roten Liste der Amphibien und Reptilien Salzburgs!

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